Selbstliebe – wie geht das?

„Selbstliebe“ ist ein schönes Wort, und vielleicht kennst Du auch Weisheiten wie „Du musst erst Dich selbst lieben, um andere lieben zu können“. Hier ein paar praktische Tipps:

1. Deine Entscheidungen

Frage Dich bei jeder Entscheidung, die Du triffst:

Wie würde jemand entscheiden, der sich selbst bedingungslos liebt?

Wenn möglich, entscheide so.

Das wird nicht immer möglich sein – falls doch, bist Du Superman/Superwoman.

Es geht bei dieser Übung erst einmal darum, Achtsamkeit und Bewusstheit für Deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu entwickeln.

Du kannst die Frage beliebig abwandeln …

Wie würde eine Person entscheiden, die sich selbst bedingungslos respektiert, achtet und wertschätzt?

ist eine Variante. Stell die Frage so, dass sie für Dich passt, und stell sie Dir eine Woche lang bei jeder Entscheidung, im Großen wie im Kleinen.

2. Dein Körper

Dein Körper ist ein Wunderwerk. 100 Billionen Zellen, jede einzelne davon unbeschreiblich komplex und intelligent, wirken auf eine Weise zusammen, welche das Fassungsvermögen unseres Verstandes auf unvorstellbare Weise übersteigt.

Ohne den Körper wäre diese Erfahrung auf der Erde nicht möglich. Und doch behandeln wir ihn manchmal nachlässig, hart oder sind wütend auf ihn.

Stelle Dich jeden Morgen ein paar Minuten unbekleidet vor einen Ganzkörperspiegel. Sage zu Dir selbst „Ich liebe Dich“. Du kannst einzelne Organe und Körperteile dabei durchgehen – besonders solche

  • die gerade in ihrer Funktion beeinträchtigt oder „krank“ sind
  • die man Dich gelehrt hat, als weniger wertvoll oder gar „schmutzig“ zu betrachten (was für ein Blödsinn übrigens)

Gib diesen besondere Aufmerksamkeit und Mitgefühl.

Finde heraus, wie weit Du die Liebe zu Deinem Körper wirklich fühlen kannst, wo es Blockaden gibt – und wie sich Deine Selbstannahme und Dein Körpergefühl durch die Übung nach und nach verändern.

Selbstliebe

3. „Nischd erreichd und trotzdem fröhlich“

So lautet ein geniales Sprichwort bei uns in Sachsen. 😉

Wenn Du das nächste Mal einen Misserfolg hast, scheinbar „versagt“ oder etwas gründlich schiefgegangen ist – beobachte zunächst Dich selbst.

  • Hast Du eine Tendenz, Dich selbst dafür zu bestrafen?
  • Denkst Du über Dich: Ich muss mich jetzt noch mehr anstrengen, noch härter arbeiten, ab jetzt perfekt sein?
  • Machst Du Dich unglücklich mit Gedanken wie: „Ich habe wieder versagt“, „Ich bin Schuld“, „Das Leben ist hart/grausam/ungerecht“?

Schmeiß das über Bord und behandle Dich selbst mit Mitgefühl, Achtung und Respekt.

  • Wenn Du anderst hättest handeln können in diesem Moment, dann hättest Du es getan.
  • Und ist es nicht genug, dass etwas schief gegangen ist … vielleicht sogar andere über Dich herziehen? Warum noch Deine eigenen Urteile draufsetzen?
  • Wem nützt es, im Opferzustand zu sein? Weder Dir noch den Anderen – noch der Welt.

Tue das, was sinnvoll und notwendig ist – und sei nett zu Dir. Du bist absolut OK – mit all Deinen Erfahrungen, Stärken und Schwächen.

Belohne Dich für das, was Du durchgemacht hast – und einfach dafür, dass Du da bist. Übe dies und mache mit der Zeit eine schöne Gewohnheit daraus.

4. Gib Liebe und Wertschätzung – einfach so

  • Gib Aufmerksamkeit, ein Lächeln, Ermutigung … an Fremde oder Kollegen.
  • Wenn Du im Moment nicht die „richtigen“ Personen in Deinem Leben hast, dann liebe und wertschätze diejenigen, die bereits da sind.
  • Gib nie, weil Du etwas dafür zurück willst. Sondern „einfach so“, weil Du es Dir erlauben kannst. Du hast dies in Dir und kannst es geben.

Teste auch dies eine Woche lang, und schau, was es mit Deinem Leben und Selbstwertgefühl macht.

About Thomas Fuchs

Geboren 1968 in Berlin Gelebt bis jetzt in Leipzig und Paris Stationen: Elektrotechnik - Internationaler Vertrieb - Flirtcoach - Lifecoach

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